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Xzoga TAKA-SA / BB 53S Testbericht |
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Kenia ist nicht nur beim klassischen Trolling bei den Big Gamern sehr beliebt. Inzwischen sind Methoden wie das Jiggen, Dorpshotten und Fliegenfischen begehrt wie nie zuvor. Seit einigen Jahren betreiben wir in Kenia diese neuen Trends mit großem Erfolg.
Die Bedingungen zum Jiggen und Dropshotten sind in Kenia allerdings sehr speziell. So richten sich beide Methoden immer nach dem im Moment im indischen Ozean vorhandenen Fischarten. Beim Jiggen können neben Barrakudas, Amberjacks, Giant Trevallys, Horseeye Jacks, Yellowfins und verschiedenen Groupern, auch einige Snapperarten erbeutet werden. Letztgenannte Fischarten trifft man vor allem in größeren Tiefen an den äußeren Ripps an. Dort kommen diese ganzjährig in großen Mengen vor. Um allerdings in die tieferen Regionen und somit auch an den Fisch zu kommen sind an den Ripps schwere Jigs ab 500g sowie starke Ruten erforderlich. Unter 500g ist es durch die Strömung und die Drift nahezu unmöglich an den Fisch zu kommen. Anders sieht das bei den übrigen Fischarten aus. Die verschiedenen Jackarten sowie die GTs halten sich im flacheren, küstennahen Bereichen auf. Die Drift ist hier nicht so stark und auch die Unterströmungen erlauben ein Fischen mit leichten Jiggs bis 400g.
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Durch die bisherigen Erfahrungen entschieden wie uns dazu, drei verschiedene Jiggingruten von Xzoga in diesem Jahr zu testen. Um alle Varianten des Jiggens, sowie des Dropshottens abdecken zu können, entschieden wir uns für folgende Ruten:
Taka-SA 500-55
Taka-SA 350-56
BB-53S
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Rutenblank
Alle Ruten überzeugten bereits beim ersten Test in Punkto Blankqualität und Aktion. So konnten die schwersten Blanks bis PE12 problemlos das teilweise bis zu 750g schwere Jiggewicht problemlos verkraften. Steht’s war ein gutes Führen des Jiggs selbst in großen Tiefen möglich. Die leichteren Ruten in den Klassen bis PE8 ermöglichten ebenfalls ein problemloses Führen der Jiggs.
Im Drill zeigten die Blanks keine Schwächen und die parabolische Aktion brachte genug Druck auf den Fisch um ihn auch in tieferen Bereichen kontrollieren zu können. Die leichteren Ruten waren daher ideal für das Jiggen mit mittleren Jiggs in mittleren Tiefen geeignet. Ein Dropshotten mit den leichten Ruten ist allerdings nicht zu empfehlen, da das hohe Montagengewicht den Blank überlastet.
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Die schweren Ruten hingegen können problemlos mit Gewichten bis 1kg gefischt werden. Selbst mit diesen hohen Montagegewichten entstehen keinerlei Probleme bei der Führung der Montage oder im späteren Drill.
Die Blanks der Ruten sind durchgehend mit einer starken Wanddicke ausgestattet. Das allgemeine Gewicht der Ruten und der Blanks ist trotzdem gering genug um längere Zeit ermüdungsfrei zu fischen. Im Drill sollte allerdings darauf geachtet werden, dass ein zu steiler Winkel nicht überschritten wird da die sonst bei hohen Belastungen ein zu großer Druck im ersten Part der Spitze entsteht. Bei falscher Handhabung im Drill kann dies schnell zu einem Überlastungsbruch bei kapitalen Fischen führen!
Rutenaufbau
Im Allgemeinen ist der Aufbau der Ruten mit hochwertigen Komponenten versehen. Die Beringung sowie der Rollenhalter und die Endkappe sind von guter Qualität. Das Design der Ruten ist in unseren Augen gelungen, die grelleren Farben rot und gelb passen absolut zum Image der Marke.
Die Rollenhalter halten auch große Stationär- und Multirollen sicher und fest. Selbst bei dickeren Rollenfüßen sind die verarbeiteten Rollenhalter in der Lage diese sicher zu fixieren. Das Gewinde und die Feststellschraube sind gut zu bedienen und machen einen soliden Eindruck.
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An einer unsere Testrute konnten wir nach einer Woche extremen Belastungen ein Lockern des Rollenhalters feststellen. Der Rollenhalter drehte sich leicht und musste nach einiger Zeit wieder ausgerichtet werden. Ein Neuverkleben des Rollenhalters behob das Problem. Alle anderen Testruten zeigten keinerlei Mängel dieser Art.
Die Beringung überzeugte und auf ganzer Linie. Die Ringwicklung sowie die Ringlackierungen waren gut verarbeitet und auch die Ringeinlagen zeigten keinerlei Schwächen. Wir konnten an keiner der Ruten in irgendeiner Weise Rost oder Korrosionsstellen entdecken. Dies spricht für die gute Qualität der verarbeiteten Komponenten.
Die Endabschlüsse der Taka SA Serie sind aus robustem Aluminium und bieten der Rute im Gimbal einen sicheren und festen Halt. Durch die breiten Schlitze können die Ruten schnell und problemlos in allen Gimbal- und Kampfgurten gefischt werden.
Bei der BB-53S befindet sich ein Gussplastikabschluss am Blankende. Dieser brach am vorletzten Testtag im Drill mit einem großen Grouper. Ein Halt im Gimbal konnte daraufhin nicht mehr gewährleistet werden. Wir finden dass gerade in einer Gewichtsklasse von PE12 ein Aluminium-Abschluss Pflicht sein sollte und hoffen dass diese Schwachstelle bereits behoben wurde.
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Fazit
Alle Ruten konnten uns überzeugen und haben ihren festen Platz in unserer Tackleliste gefunden. Für das schwere Jiggen und Dropshotten empfehlen wir die Taka-SA 500-55 sowie die BB-53S. Für das Jiggen und Dropshotten im mittleren und flachen Bereichen empfehlen wir die Taka-SA 350-55. Die Ruten bieten im direkten Vergleich zur Konkurrenz ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis. Das Design überzeugt auf ganzer Linie und hebt Xzoga gegenüber der Konkurrenz deutlich hervor. Die Ruten sind gut verarbeitet und der Blank ist Spitzenklasse. Kleine Verarbeitungsmängel bei einigen unserer Testruten wie lockerer Rollenhalter und abgebrochener Rutenabschluss, werden durch die überzeugende Gesamtperformance wieder aufgewogen. Das leichte Gewicht der Ruten ermöglicht ein über lange Strecken ermüdungsfreies Fischen.
Bilder: Andreas Knausenberger; Martin Joswig; Oliver Jungermann
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