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Lass es krachen! - Popperfischen auf Longfin Jacks |
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Mit einem lauten Knall verschwindet der noch eben an der Oberfläche geführte Halco Roosterpopper unter einem großen Schwall. Die Rute bis zum Anschlag gebogen und laut kreischt die Rolle. Die 20lbs Geflochtene fliegt nur so von der Rolle. Das ist Popperfischen auf Longfin Jacks in einer der vielen Lagunen mitten im Urwald Gabuns an der Westafrikanischen Küste. Kaum eine Fischerei macht mehr Spaß, als das Popperfischen mit leichtem Gerät auf Jacks und bringt mehr Action.
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Zur Richtigen Zeit am Richtigen Ort...
Jeden Morgen, beim Auflaufen der Flut, beginnt das Schauspiel von neuem. Hunderte von Longfin Jacks ziehen vom offenen Ozean hinein in die flachen Lagunen und die Flussmündung des Ndogos. Die Fische folgen den riesigen Meeräschenschwärmen, welche ebenfalls mit den auflaufenden Gezeiten in die Lagune ziehen. Diese stellen für die im Schwarm raubenden Jacks dann eine leichte Beute dar. Dicht an die Mangroven gedrückt, bleibt den Meeräschen kaum ein Fluchtweg offen und die Jacks pflücken die Meeräschen geradezu von der Oberfläche.
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Dies ist die Stunde des Popperfischens. Mit dem Langboot geht es vom Camp in Richtung Flußmündung. Immer auf der Suche nach dem verräterisch kochenden Wasser. Oft trifft man bereits nach wenigen Minuten Fahrt auf einen raubenden Schwarm Longfin Jacks. Was dann folgt ist ein Traum für jeden Spinnfischer. Die Jacks lassen sich am besten mit kleinen, bis zu 15 Zentimeter großen Poppern, befischen. Wichtig hierbei ist, dass der Popper einen auffälligen Splash verursacht. Bester Köder in Gabun ist der Halco Roosterpopper und der Sebile Splasher. Pink, sowie orange und grün haben sich am besten bewährt.
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Köder & Gerät
Diese Köder lassen sich gerade mit leichtem Gerät noch extrem weit werfen und laufen bereits bei wenig Aktion sehr auffällig an der Oberfläche. Die Führungsweise des Poppers ist dabei recht simpel. Mit regelmäßigen, nicht zu schnellen Splashes, wird der Popper vom Mangrovenrand aus in Richtung Boot geführt. Je näher man den Popper an den Mangroven platzieren kann, desto besser. Auch ohne ein direktes Anzeichen von raubenden Fischen, haben sich markante Landmarken wie Sandbänke, Flussbiegungen und Laguneneinbuchtungen als äußerst fängig erwiesen.
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Trifft man auf einen raubenden Schwarm Jacks, sollte man Ruhe bewahren. Am besten überwirft man den Schwarm einige Meter und führt dann den Popper durch den raubenden Schwarm hindurch. Meist kommt der Popper aber nicht weit, da die Jacks so ziemlich alles an der Oberfläche attackieren was ihnen vors Maul kommt. Der Biss erfolgt heftig und sollte sofort mit einem harten Anschlag beantwortet werden. Die Longfin Jacks haben ein hartes Maul und daher sollte man beherzt anschlagen.
Als Ruten kommen starke Spinnruten zwischen 60 und 120 Gramm Wurfgewicht zum Einsatz. Rollen sind in der Regel 350er Penn Slammer, 4000er Daiwa Exceller oder vergleichbare Rollenmodell. Die Rollen sollten unbedingt salzwasserfest sein und vor allem eine gute Bremse aufweisen. Filzbremsscheiben haben in einer Rolle bei dieser Art der Fischerei nichts zu suchen! Als Schnur kommt eine 20lbs Geflochtene zum Einsatz. Die TUF Line XP hat sich sehr gut für diese Fischerei bewährt.
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Drill & Landung
Da Jacks kleine fieße Zähne haben und in der Lagune auch immer mit großen Barrakudas und Snappern zu rechnen ist, sollte man ein Hardmono oder Fluorocarbon-Vorfach verwenden. Das Vorfach ist normalerweise zwischen 40 und 70cm lang und wird direkt mit der Hauptschnur verbunden. So kann das Vorfach auch bei Bedarf durch die Rutenringe laufen. Der doppelte Grinnerknoten stellt eine einfache und sichere Verbindung zwischen Gelfochtener und Vorfach dar.
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Jacks entwickeln im Drill, wie die meisten Salzwasserfische, enorme kräfte. Ihre bulligen Körper setzten sie dabei geschickt im Drill ein. So stehen die Fische meist mit der kompletten Körperbreite zum Angler. Der hohe Wasserdruck macht ein Herpumpen dann sehr schwer. Longfin Jacks sind sehr ausdauernde Kämpfer und meist gelinkt es erst nach 15 und mehr Minuten den Fisch zu landen. Am besten drillt man die Jacks immer mit flacher Rute wobei die Schnur, wie beim Tarponangeln, entlang des Fischkörpers gelegt werden sollte. Per Schwanzwurzelgriff kann der Longfin am sichersten gelandet werden. Doch Vorsicht! Auch diese Jackart hat kleine, scharfe Stacheln an der Schwanzwurzel. Landehandschuhe sind daher zu empfehlen.
Für mich zählen die Jacks in Gabun zu meinen Lieblingen. Was gibt es besseres als vor dem Frühstück ein gutes Dutzend dieser tollen Kämpfer am Lighttackle zu fangen. Alles frei nach dem Motto: „Ein Jack am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen!“ Dann los! Lasst uns JACKIES DISSEN!!!
Bilder: Andreas Knausenberger; Martin Joswig
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